Zukunftsangst

Zukunftsangst- ein ständiger Begleiter.

Wie soll es bloß weitergehen? Vielleicht stößt der Blick in die Zukunft auch in Ihnen ein Gedankenkarussell an, welches sich nicht stoppen lässt. Angst um den Job, vor weiter steigenden Preisen, Krankheiten, der Klimakrise, davor, dass die Welt angesichts der blutigen Konflikte weiter aus den Fugen gerät. Kurz gesagt: Zukunftsangst.

Diese Art der Angst hat eine besonders tückische Eigenschaft: Sie bezieht sich auf etwas Großes und schwer Greifbares – mit dem jeder konfrontiert ist. Das kann schnell ein Gefühl von Ohnmacht erzeugen.
Als Beispiel: Eine Person, die unter Höhenangst leidet, kann die Angst anpacken, indem sie übt, auf Aussichtsplattformen zu steigen und ihr dabei im besten Falle bewusst wird, dass es gar nicht so schlimm ist. Solche Erfolgserlebnisse helfen dabei, Ängste hinter sich zu lassen. Einen so konkreten Fahrplan aus der Angst gibt es allerdings nicht, wenn sie sich auf Zukunftsszenarien bezieht.

Lernen mit Zukunftsängsten besser umzugehen

Dennoch gibt es Strategien, um mit Zukunftsängsten etwas besser umzugehen. Ein erster Schritt ist, die Angst und ihre Funktion besser zu verstehen.
Das Gefühl der Angst ist in unsicheren Zeiten normal. Denn Angst ist eine Reaktion auf Situationen, die wir als Bedrohung erleben und vor der wir uns schützen möchten. Zudem entstehen Ängste aus inneren Erfahrungswelten, meist auch aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit. Auf dieser Grundlage bewerten wir Situationen im Außen und Jetzt. Eine entscheidende Rolle spielt auch unsere Persönlichkeit. Diese ist häufig durch Beziehungserfahrungen geprägt, die sich dann auf das Selbstwertgefühl auswirken. Und auch darauf, wie wir herausfordernde Situationen bewerten. Ob wir uns also zutrauen, sie zu meistern – oder ob wir eher mit Verunsicherung und Ohnmachtsgefühlen reagieren.

Wie sollte mit Angst umgegangen werden?

Was können wir tun, wenn die Gedanken akut kreisen, sich im Körper Anspannung ausbreitet? Experten raten, die Angst zu respektieren. Das heißt: Die Angst zuzulassen, anstatt dagegen anzukämpfen. Denn das macht sie nur stärker.
In den meisten Fällen flaut die Angst schon etwas ab, wenn es gelingt, mental etwas Distanz zu ihr aufzubauen.
Somit wird die Gelegenheit geschaffen, mit kühlem Kopf zu prüfen: Was genau ist los? Wovor sorge ich mich? Wie realistisch sind die Szenarien, die ich mir ausmale? Was könnten Lösungen sein, sollte es so weit kommen?

Was kann ich gegen Angst tun?

Was Ängsten ebenfalls etwas entgegensetzen kann: Aktivitäten in den Alltag einbauen, die uns dabei helfen, Anspannung abzubauen. Experten zufolge ist Angst im Grunde nichts anderes als Stress. Entgegenwirken können ihm regelmäßige Joggingrunden sein, Verabredungen mit Freundinnen und Freunden, aber auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training.

Wie macht sich eine Angststörung bemerkbar?

Doch einigen Menschen passiert es, dass die Angst immer mehr und mehr Platz in ihrem Leben einnimmt. Viele Betroffene ziehen sich dann zurück, wollen sich nicht mehr mit dem auseinandersetzen, was sie ängstigt. Das verstärkt die Angst allerdings weiter und weiter.
Offen über die Angst zu sprechen, Unterstützung von der Familie oder den Freunden holen, anstatt sich zurückzuziehen und sich Hilfe bei Experten zu suchen, sind hier in den meisten Fällen die Lösung. Auch Verhaltenstherapie kann für einen besseren Umgang mit Ängsten sorgen.

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Veröffentlicht am: 22. November 2023

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